Roadmap

zum kosteneffizienten und innovativen
(und damit erfolgreichen) Klimaschutz

Hier soll beschrieben werden was auf verschiedenen Handlungsebenen getan werden kann, um CO2 einen wirksamen Preis zu geben. Aus der Perspektive von Deutschland gibt es drei wesentliche Ebenen: Die nationale Ebene, die EU-Ebene und die weltweite Ebene. Der Handlungsspielraum wird auf jeder Ebene prinzipiell größer und die Instrumente einfacher.

Internationale Ebene

Koalition der Willigen

Eine globale CO2-Abgabe oder ein globaler Emissionshandel ist in den nächsten Jahren nicht realistisch. Was aber bereits diskutiert wird und Unterstützung verdient, ist eine Absprache z.B. innerhalb der G20 bzw. G7/8 oder einer anderen Koaliton der Willigen über einen wirksamen CO2-Preis, der dann auf nationaler Ebene bzw. in der EU mit einem Emissionshandel oder eine CO2-Abgabe umgesetzt wird.

Aber auch eine Verteilung des verbleibenden CO2-Budgets auf Staaten im Form von Emissionsrechten mit anschließendem Emissionshandel zwischen Staaten sollte für den Fall im Auge behalten werden, dass der jetzt beschrittene Weg über Selbstverpflichtungen nicht in überschaubarer Zeit zum Ziel führt. Das Regensburger Modell wäre ein möglicher Ausgangspunkt, um, das verbleibende Budget fair und ökonomisch sinnvoll aufzuteilen und damit CO2 global einen Preis zu geben.

EU-Ebene

Ausweitung des EU-Emissionshandel auf alle CO2-Emissionen (der heutige EU-Emissionshandel umfasst nur ca. 50% der CO2-Emissionen):

Siehe auch: Vorschlag Bundesverband Emissionshandel und Klimaschutz bvek: bvek

  1. Jeder der fossile Brennstoffe in den Verkehr bringt, müsste entsprechende Zertifikate nachweisen.

  2. Einnahmen aus der Versteigerung der Zertifikate, sollten pro Kopf an die Bevölkerung zurückgegeben werden (Klimadividende).

  3. Zertifikatsmenge wird entsprechend international eingegangene Reduktionsverpflichtungen abgesenkt.
    Die derzeitig geplante Reduktion von 40% gegenüber 1990 ist noch kein angemessener Beitrag an den notwendigen globalen Anstrengungen. Das zeigt der Climate Action Tracker und das Regensburger Modell.

  4. Derzeitiger Überschuss im EU-Emissionshandel von 2 Mrd. t CO2 wird z.B. über eine "Tieferlegung" des Emissionspfades bis 2030 endgültig aus dem Markt genommen.

  5. Die EU sollte versuchen eine möglichst große "Koalition der Willigen" zu schmieden und prüfen, ob ein WTO-verträgliches Grenzausgleichssystem (border adjustment) möglich ist (Preis für CO2 mit Grenzausgleich). Dies wäre eine sehr effeitive Möglichkeit die Risiken einer Vorreiterrolle zu begrenzen. Damit würde man andere Länder sehr motivieren, die in diesen Wirtschaftsraum exportieren wollen, ebenfalls ihre CO2-Intensität zu verringern und die eigene Wirtschaft hätte geringere Wettbewerbsnachteile. Je größer ein Wirtschaftsraum mit einem solchen System, desto größer wäre auch diese Wirkung.

Die deutsche Automobilindustrie ist offenbar gegenüber einer Ausweitung auf den Verkher nicht abgeneigt ( Studie BDI), wenn sie damit eine weitere Verschärfung der Standards (Flottenverbrauch) abwenden kann. Die Gelegenheit sollte man politisch beim Schopfe packen und alle Sektoren miteinbeziehen, da nur dann die CO2-Emissionen im Prozess der Dekarbonisierung dort gesenkt werden, wo uns dies volkswirtschaftlich am günstigsten kommt.

Nationale Ebene - Deutschland

(i.d.R. etwas komplizierte Zwischenlösungen bis zu einer entsprechenden EU-weiten Lösung)

1. CO2-Abgabe

2. Stromerzeugung

3. Konkreter Vorschlag für eine CO2-Abgabe in Deutschland:

4. Beispiele für eine Ökologische Finanzreform -
Abbau klimaschädlicher Subventionen und Ausnahmetatbestände

(mehr Infos unter Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.)

 

Tool "CO2-Preis- und Klimadividende-Rechner"

Mit diesem Tool kommt "Butter bei die Fische". Was bedeutet ein Preis auf CO2 konkret?