Sprechen Sie mit Freunden, Bekannten und Kollegen darüber, warum alle CO₂-Emissionen einen wirksamen Preis brauchen. Helfen Sie mit, das knappe verbleibende CO₂-Budget bekannter zu machen und den öffentlichen Druck für Paris-kompatible Ziele zu erhöhen.
Initiativen unterstützen
Unterstützen Sie Vereine, Thinktanks und Initiativen, die sich für wirksame CO₂-Preise und ein Klimageld einsetzen, zum Beispiel:
Wir haben die Situation, dass im Prinzip fast alle Parteien in ihren Grundsatz- und Wahlprogrammen auch den Standpunkt vertreten, dass Preise die ökologische Wahrheit sagen müssen. Doch nur wenige Politiker trauen sich, diesen Standpunkt offensiv zu vertreten und konkret auszugestalten. Wir brauchen also mehr politischen Mut – in der Politik und bei uns Wählern. Bitte fühlen Sie sich jeweils angesprochen:
Wähler
Sprechen oder schreiben Sie Politiker an und signalisieren Sie, dass Sie den notwendigen CO₂-Preis unterstützen, wenn die Einnahmen vollständig als Pro-Kopf-Pauschale an uns Bürger zurückfließen.
Eine gute Möglichkeit sind auch Leserbriefe an Zeitungen. Hier finden Sie eine Analyse des Ampel-Koalitionsvertrages als Anregung für Leserbriefe und Anschreiben an Politiker.
Politik
Zu den Aufgaben von Politikern gehört neben dem Erhalt und der Erringung von Macht auch das Werben um Mehrheiten für Inhalte. So steht es im Grundgesetz: „Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.“
Das ist hier keine allgemeine Politikerschelte – viele Politiker handeln bereits danach. Für wirksame CO₂-Preise brauchen wir jedoch noch wesentlich mehr entsprechendes Engagement.
Wissenschaft
Machen Sie die Gefahren und Kosten eines ungebremsten Klimawandels deutlich. Weisen Sie zugleich auf die Grundursache hin, warum wir zu viel CO₂ emittieren: Die Preise sagen nicht die ökologische Wahrheit.
Benennen Sie den wirksamsten Hebel: harte Emissionsobergrenzen (Caps) in Emissionshandelssystemen und die dadurch entstehenden CO₂-Preise, die sicherstellen, dass wir die politisch gesetzten CO₂-Ziele schlicht und ergreifend einhalten.
Journalismus
Zwischen dem breiten Konsens unter Experten, dass CO₂-Emissionen einen wirksamen Preis brauchen, und der öffentlichen Wahrnehmung von Lösungsansätzen besteht noch immer eine erstaunliche Kluft. Insbesondere ist vielen Bürgern nicht bekannt, dass Emissionsobergrenzen – Caps – in Emissionshandelssystemen die CO₂-Emissionen hart begrenzen und so die Einhaltung der gesetzten Ziele sicherstellen. Journalisten kommt hier eine wichtige Vermittlerfunktion zu.
Geben Sie sich nicht mit Phrasen wie „Das rechnet sich heute noch nicht“ zufrieden. Erläutern Sie den Unterschied zwischen betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Perspektive: Vieles würde sich gesellschaftlich sehr wohl rechnen, wenn die Preise die ökologische Wahrheit sagen.
Die richtige Ebene der Problemlösung
Die an dieser Stelle oft gegebenen Tipps, wie man im persönlichen Bereich Treibhausgase einsparen kann, oder entsprechende Appelle an Unternehmen sind eher ein Teil des Problems, wenn sie von der notwendigen politischen Rahmensetzung ablenken. Die Klimakrise ist ein systemisches Problem. Wenn wir die Problemlösung im Wesentlichen ständig falsch adressieren, werden wir der Krise nicht gerecht. Wir brauchen systemische Lösungen, die die Politik – legitimiert durch uns Wähler – durchsetzen muss. Wir müssen dringend darauf achten, Klimaschutz stärker auf der richtigen Ebene zu diskutieren.
Eine ausführlichere Begründung finden Sie in meinem Streitpapier „Klimapolitik-Kommunikations-Katastrophe“.
Uns fällt es natürlich leichter, wirksamen Klimaschutz zu unterstützen, wenn wir ungefähr wissen, wohin die Reise geht. Daher finden Sie hier kommentierte Beispiele für einzelne Klimaschutzmaßnahmen. Hier geben wir einen strukturierten Überblick darüber, wie ein gutes Leben ohne CO₂ aussehen kann.
Wirksame CO₂-Preise sind der beste Weg, damit sich fossilfreie Technologien und Lebensstile durchsetzen. Sie müssen so hoch sein, dass wir das jeweils politisch gesetzte Reduktionsziel beziehungsweise CO₂-Budget einhalten.